Damit unterstützen wir die Wiederansiedlung des atlantischen Lachses in der Leine und seinen Nebengewässern.
Darüber hinaus betreiben wir aktiven Artenschutz durch Besatzmaßnahmen bedrohter Fischarten.
2008
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Aalbesatz

2008
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Forellenbesatz

2008
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Lachsbesatz

Zeitungsbericht Quelle " Leine Deister Zeitung "

2000 Jung-Lachse auf dem Weg ins Meer
Premiere für den Sportfischereiverein Rössing / Fischtreppe für rund      200 000 Euro geplant.
 
RÖSSING (gre) - Am Sonnabend war Premiere für den Sportfischereiverein (SFV) „Alte Leine“ Rössing: Zum ersten Mal wurden an der Calenberger Mühle bei Schulenburg junge Lachse in die Leine gesetzt.
 
Langsam fährt Günter Ohnesorge sein Auto mit einem Spezialanhänger auf den Sammelplatz an der Leine. Vorsicht ist geboten, schließlich transportiert der Vorsitzende des Leine-Lachsvereins etwa 2 000 Lachse. Nachdem die Luke offen steht, zappeln schon bald jeweils hunderte kleiner Fische in den Keschern von Lachswart Detlef Kahnert und Günter Ohnesorge. Zügig werden die Lachse in Tonnen und Eimern von den Helfern an die Leine getragen. Behutsam kippen sie den Inhalt in den Fluss und entlassen damit die Jung-Lachse in die Freiheit. Nun machen sie sich auf den Weg in die Nordsee, um sich dort von den Strömen in den Atlantik treiben zu lassen. Einige verschlägt es beispielsweise in Richtung Spanien, andere nach Island. „Wenn alles gut geht, kehren die laichreifen Lachse in vier Jahren zurück“, sagt Günter Ohnesorge. Doch der Weg ist für die Fische äußerst gefährlich. Bereits an und in der Leine warten Kormorane oder Raubfische auf sie, die noch im Schwarm
unterwegs sind. Wenn sie sich auf den Rückweg machen, droht ihnen der Fang durch Netzfischerei im Meer und in Flüssen. „Es lässt sich gut Geld mit Wildlachs verdienen“, weiß Ohnesorge. Letztlich hätten nur zehn bis zwölf Prozent der Lachse eine reelle Chance, laichreif zurückzukehren.
Das Ziel der Angelfreunde ist es, den Lachs wieder in der Leine anzusiedeln. In den vergangenen Jahrzehnten wurden den Fischen der Weg durch Wasserkraftwerke, Wehre und andere Hindernisse versperrt. Nun sorgen an vielen Stellen Fischtreppen für einen freien Weg. An der Calenberger Mühle gibt es eine solche Treppe noch nicht, das soll sich aber ändern. „Verhandlungen laufen und alle sind bemüht, dass die Durchgängigkeit gewährleistet ist“, so Günter Ohnesorge. „Mit dem Einsetzen der Lachse wollen wir ein Zeichen setzen“, fügt SFV-Vorsitzender Burkhard Loehn hinzu. Konkrete Fischtreppen-Pläne gibt es bereits. Es wird nun noch auf die Freigabe der Finanzmittel von der Region Hannover gewartet. Entstehen soll ein so genannter „Helix-Turm“ nach dem Wendeltreppenprinzip, der auf einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern errichtet wird. Die Kosten für diese Treppe werden bislang auf etwa 200 000 Euro geschätzt.
Ohnesorge und Loehn hoffen nun auf stabile Rückkehrerbestände. Dass einige Lachse es wieder zurück in die Leine schaffen steht fest. 2001 wurde mit dem Aussetzen begonnen und die ersten Tiere wurden vor drei Jahren gefangen. Durch Markierungen konnten sie zugeordnet werden. Doch die Kontrolle erweist sich gerade durch die häufig auftretenden Hochwasser als schwierig, da die Fische an den Kontrollstellen vorbeischwimmen können. Wenn sich der Lachs in der Leine wieder ansiedeln sollte, sei das ein Indikator für gute Wasserqualität.
Der SFV Rössing ist einer von vielen Vereinen, die dem Leine-Lachsverein angeschlossen sind: mit insgesamt etwa 18 000 Mitgliedern. Mehrmals in der Woche ist Günter Ohnesorge mit seinem Team unterwegs, um junge Lachse in Flüsse auszusetzen. Das Gebiet reicht von Northeim bis Schwarmstedt/Aller und bis kurz vor Verden.