Fischlexikon

Der Aal (Anguilla anguilla)
Durchschnittsgröße: 40-60 cm, Höchstlänge bis 120 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,5 Kg, Höchstgewicht bis 5 Kg
Kennzeichen:
Schlangenähnlicher Körper, im Vorderteil walzenförmig, hinter dem Waidloch
seitlich abgeflacht. Kleine Brustflossen, Rücken- After- und Schwanzflosse zu
einem durchgehenden Flossensaum verwachsen. Zwei Kopfformen: Breitkopfaale
fressen vorwiegend Fische, Spitzkopfaale sind Pflanzenfresser und ernähren sich
von Bodentiere. Färbung: Rücken dunkel braungrün. Beim Gelbaal gelblicher
Bauch. Während der Laichwanderung stellen sie das Fressen ein und färben sich am
Bauch silbrigweiß. Sie werden dann Blankaale genannt. Aale besitzen einen
außerordentlich feinen Geruchssinn.
Vorkommen:
Überall, wo der Golfstrom von Nordafrika bis Nordskandinavien die Küsten
erreicht, wandern die Aallarven in die Binnengewässer ein, vom Brackwasser bis
in die Mittelgebirgsregionen. Da der Aal ein beliebter Besatzfisch ist und sich
unterschiedlichsten Umweltbedingungen anpassen kann, findet man ihn in Flüssen,
Kanälen, Bächen und Gräben, sowie in Seen, Talsperren, Weihern und Teichen -
also fast überall. Der Nachtjäger ist ein Grundfisch und hält sich gern in
Höhlungen und Spalten, zwischen dichten Wasserpflanzen und im Bodenschlamm auf.
Der häufig geäußerten Ansicht, Aale würden längere Strecken über Land wandern,
begegnen die meisten Wissenschaftler mit Skepsis. Übereinstimmend bestätigen sie
jedoch, dass Aale in feuchter Umgebung mehrere Tage (!) außerhalb des Wassers
überleben können. Aale sind nämlich imstande, einen großen Teil ihres
Sauerstoffbedarfs über die Haut aufzunehmen.
Angelmethoden:
Hauptsächlich beim Nachtangeln mit Grundangel-Montagen. Köder: Würmer,
Köderfisch, Fischfetzen, Fleisch, Innereien, Muschelfeisch, Krebse. Schnurstärke
0,30 bis 0,40 mm, Hakengröße 1 bis 2. Beste Fangzeit: Mai bis September. Aale
werden ohne vorheriges Betäuben mit einem Schnitt durch die Wirbelsäule
(unmittelbar hinter dem Kopf) getötet. Danach sollten sie sofort ausgenommen
werden. Vorsicht: Ihr Blut ruft Entzündungen hervor, wenn es ins menschliche
Auge gelangt.

Der Aland (Leuciscus idus)
Durchschnittsgröße: 30-50 cm, Höchstlänge bis 70 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,25-2 Kg, Höchstgewicht 6 Kg
Kennzeichen:
Körperform liegt zwischen der gestreckten, torpedoförmigen Gestalt des Döbels
und der hochrückigen des Bleis. Im Querschnitt oval, leicht gedrungen.
Endständiges Maul mit schräggestellter Spalte. Im Jugendstadium wird er oft mit
dem Döbel verwechselt.
Färbung: Rücken grünlich bis blauschwarz, Flanken silbrig, Bauch weiß. Iris
gelb, Bauchflossen, After- und Schwanzflosse meist auffallend rötlich. Zur
Laichzeit haben beide Geschlechter messingfarbene Bauchseiten. Eine goldfarbene
Variante des Alands ist die Goldorfe - beliebter Zierfisch in Park- und
Gartenteichen.
Vorkommen:
In allen größeren Flüssen und Seen östlich des Rheins und nördlich der Alpen bis
hoch zum Polarkreis und weit nach Sibirien hinein. Auch im Brackwasser der
Ostsee. Allerdings sind die Bestände bei uns stark rückläufig, manche Fachleute
sprechen von einer ernsthaften Gefährdung der Art. Der Aland bevorzugt den
Oberflächenbereich von Fließgewässern im Freiwasser wie auch in pflanzenreicher
Ufernähe. Ist meist in Gruppen anzutreffen. In Seen nur, wenn diese eine
Verbindung zu größeren Flüssen haben. Bei kühlem Wetter und im Winter zieht sich
der Aland in tiefere Gewässerbereiche zurück.
Angelmethoden:
Im Sommer Posenangel (mit Maden) im Oberflächenbereich, im Winter
Bodenblei-Montagen. Köder: Wurm, Fisch- und Fleischstückchen, Erbsen, Mais, Brot
und Teig. Im Sommer auch mit der Trockenfliege. Beste Fangzeit: März
(Laichzüge!) und Juli bis Oktober.

Die Äsche (Tymallus thymallus)
Durchschnittsgröße: 30-50 cm, Höchstlänge bis 60 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,25-1,5 Kg, Höchstgewicht 3 Kg
Kennzeichen:
Unverwechselbar durch die lange und hohe Rückenflosse - die sogenannte Fahne.
Sie ist beim Milchner noch deutlich größer als beim Rogner. Spindelförmiger
Körper mit kleinem Kopf und spitzer Schnauze. Die Pupillen laufen zur
Schnauzenspitze hin spitz zu. Grundfarbe ist Grau. Sehr typisch ist der
Geruch/Geschmack nach Thymian (daher der lateinische Name!).
Vorkommen:
In rasch fließendem klarem Wasser großer Bäche oder kleinerer Flüsse der nach
ihr benannten Äschenregion. Dort steht sie oft in größeren Gruppen bis 100
Fischen im Freiwasser. Den Uferbereich meidet sie normalerweise. Manchmal wird
sie auch in Seen angetroffen, dort bleibt sie aber im Mündungsbereich von Bächen
oder kleineren Flüssen. In der nördlichen Ostsee geht die Äsche bis ins
Brackwasser und steigt nur zum Laichen in die Flüsse auf. Große Äschen werden
Einzelgänger, die ein bestimmtes Revier beanspruchen.
Angelmethoden:
Fliegenfischen auf Äschen gilt vielen Anglern als die Krone aller Fischerei. An
feinen Vorfächern mit Spitzen bis zu 0,10 mm werden vorzugsweise winzige
Trockenfliegen auf 14er bis 18er Haken mit Gerät der AFTMA-Klasse 5 bis 6
angeboten. Wenn die Fische nicht steigen, kommt auch die Naßfliege zum Einsatz.
Im Spätherbst und Winter bringen auch Maden und kleine Würmer an der Grundangel
Erfolg. Beste Fangzeit: Sommer.

Die Bachforelle (Salmo trutta)
Durchschnittsgröße: 20-35 cm, Höchstlänge bis 80 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,125-500 Kg, Höchstgewicht 5 Kg
Kennzeichen
Die Farbenvielfalt der Bachforelle ist fast unerschöpflich. Sogar im selben
Gewässer gibt es keine Exemplare mit identischer Färbung. Der Rücken ist grün
und braun gefärbt. Die Seiten sind messingfarben, die Unterseite meist goldgelb.
Besonders die Seiten sind mit schwarzen und roten Tupfen übersät. Deshalb der
Name "Rotgetupfte". Diese Tupfen sind von hellblauen oder orangefarbenen Höfen
umgeben. Der Körper ist langgestreckt mit stumpfem Kopf und tiefgespaltenem,
endständigem, bezahntem Maul.
Vorkommen
Standfisch schnellfließender, kalter, klarer Gewässer, aber auch in kleinen und
klaren Gebirgsseen. Bachforellen sind standorttreu und verteidigen ihre Reviere
und Einstände gegenüber Eindringlingen. Wenn sie aufgrund ungünstiger
Lebensbedingungen (z. B. Gebirgsbach) zur Kümmerform neigen, nennt man sie auch
Steinforellen. Für Steinforellen kann das Schonmaß durch Verordnung herabgesetzt
werden.
Angelmethode
In Fließgewässern sollten Bachforellen nur mit der Fliege gefangen werden. Das
Fischen mit der Fliege, auch Flugangeln genannt, ist für viele Angler die
Königs-Disziplin. Künstliche Fliegen werden mit speziellen Wurftechniken
ausgeworfen und entweder auf der Wasseroberfläche (Trockenfliege) oder unter
Wasser (Naßfliege) angeboten. Jedoch ist auch die feine Spinnangelei mit kleinen
Spinnern, Blinkern, Wobblern oder toten Fischchen am System erfolgreich. Wo
beide Methoden nicht möglich sind, hilft oft Tippfischen weiter: An langer Rute
mit kurzer Schnur werden natürliche Köder (Käfer, Heuschrecken usw.) auf die
Wasseroberfläche "getippt". Beste Fangzeiten: Mai/Juni und August/September.

Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)
Durchschnittsgröße:20-35 cm, Höchstlänge bis 80 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,125-500 Kg, Höchstgewicht 5 Kg
Kennzeichen
Der farbenprächtigste Fisch unter den Salmoniden. Ähnliche torpedoförmige
Gestalt wie Bachforelle, aber sehr tiefe, bis hinter die Augen reichende
Maulspalte. Färbung: olivgrüner bis bräunlicher Rücken, hell marmoriert. Flanken
mit zahlreichen gelben und roten Punkten, die von blauem Hof umgeben sind. Bauch
gelb bis rötlich. Die paarigen Flossen und die Afterflosse besitzen einen weißen
Saum, an den ein schwarzer Streifen anschließt - dieser schwarze Streifen fehlt
beim Seesaibling!
Vorkommen
Die Oberläufe von Fließgewässern bis in die Quellregion hinein. Übersteht als
ausgeprochener Kaltwasserfisch Temperaturen über 22 Grad nur kurzzeitig.
Verträgt dafür weniger Sauerstoffgehalt und höhere Säurewerte als die
Bachforelle. Gewinnt daher zunehmend Bedeutung als Bachforellen-Ersatz in zu
sauren Mittelgebirgsbächen.
Angelmethoden
In Fließgewässern sollten auch Bachsaiblinge nur mit der Fliege gefangen werden.
Das Fischen mit der Fliege, auch Flugangeln genannt, ist für viele Angler die
Königs-Disziplin. Künstliche Fliegen werden mit speziellen Wurftechniken
ausgeworfen und entweder auf der Wasseroberfläche (Trockenfliege) oder unter
Wasser (Naßfliege) angeboten. Jedoch ist auch die feine Spinnangelei mit kleinen
Spinnern, Blinkern, Wobblern oder toten Fischchen am System erfolgreich. Wo
beide Methoden nicht möglich sind, hilft oft Tippfischen weiter: An langer Rute
mit kurzer Schnur werden natürliche Köder (Käfer, Heuschrecken usw.) auf die
Wasseroberfläche "getippt". Beste Fangzeiten: Mai/Juni und August/September.

Die Barbe (Barbus barbus)
Durchschnittsgröße:40-60 cm, Höchstlänge bis 80 cm,
Durchschnittsgewicht: 1-3 Kg, Höchstgewicht 10 Kg
Kennzeichen
Langgestreckter, kraftvoller Körper von ovalem Querschnitt. Typische
Flußfisch-Form. Klar unterständiges Maul mit wulstigen Lippen und vier dicken
Barteln am Oberkiefer. Der erste Rückenflossenstrahl ist besonders stark,
verknöchert und am Hinterrand mit scharfen Zähnen besetzt. Färbung: braungrün,
aber je nach Lebensraum stark variierend.
Vorkommen
Einschließlich ihrer Unterarten kommt die Barbe in ganz Mittel- und Südeuropa
und teilweise in Osteuropa vor. Sie fehlt in Skandinavien, Schottland und
Irland. Sie lebt im Mittellauf größerer Flüsse. Diesem Gewässerabschnitt gab sie
den Namen: Barbenregion. Hohe Fließgeschwindigkeit, viel Sauerstoff und kiesiger
bis sandiger Grund kennzeichnen ihre Heimat. Barben wandern aber auch aufwärts
in die Äschenregion und abwärts in die Bleiregion. In großen Gruppen weiden sie
den Grund im Flachwasser, aber auch in tiefen Strömungsrinnen ab. Beliebte
Aufenthaltsorte: Strömungsschatten hinter Wehren, Brückenpfeilern und
vergleichbaren Einbauten. Zu großen Ansammlungen kommt es an
Warmwassereinleitern und Stellen, wo ungeklärte Abwässer aus Schlachthöfen oder
ähnlichen Industrieanlagen eingeleitet werden. Barben sind nicht standorttreu.
Äußere Einflüsse wie Hochwasser, Nahrungsknappheit, Witterungsumschwünge können
sie veranlassen, in andere Gebiete abzuwandern. Sie sind dämmerungs- und
nachtaktiv, besonders im Sommer. Im Winter ziehen sie sich an Stellen zurück, wo
sie vor der Strömung geschützt sind: zum Beispiel in Seitenarme und Altwässer.
Angelmethoden
Dem beliebten Sportfisch wird allgemein mit Bodenbleimontagen und kräftigem
Gerät (0,30er bis 0,40er Schnur, 4er bis 3er starkdrähtige Haken mit kurzem
Schaft) nachgestellt. Köder: Tauwurm, Käse, Frühstücksfleisch, Maden. Beste
Fangzeit: Juli bis November.

Der Barsch (Perca fluviatilis)
Durchschnittsgröße:15-25 cm, Höchstlänge bis 50 cm,
Höchstgewicht 3,5 Kg
Kennzeichen
Gedrungener Körper, bei älteren Fische deutliche Hochrückigkeit. Kammschupper,
dadurch fühlt sich die Haut sehr rauh an. Großes Maul, Kiefer sind mit kleinen
Bürstenzähnen besetzt. Die erste Rückenflosse hat 13 bis 17 nadelspitze
Stachelstrahlen, die zweite Rückenflosse 1 bis 2, die Afterflosse 2 und die weit
vorn sitzenden brustständigen Bauchflossen je 1. Die Kiemendeckel sind zu
spitzen Dornen ausgezogen. Färbung: grünlich, am Bauch grau bis messinggelb.
Flossen oft leuchtend orangerot. Die Flanken tragen 6 bis 9 dunkle Querstreifen.
Am Hinterrand der ersten Rückenflosse ist ein blauschwarzer Fleck.
Vorkommen
In fast allen Gewässern Europas und Nordasiens außer Pyrenäenhalbinsel und
Einzugsgebiete des Schwarzen und des Kaspischen Meeres. Er lebt in allen
Fließwasserregionen, in Seen und im Brackwasser, in Tümpeln, Weihern und
Moorseen, aber auch in bis zu 1000 m hoch gelegenen Bergseen. Je nach
bevorzugtem Standort bildet der Barsch unterschiedliche Formen aus: Im ufernahen
Pflanzengürtel ist er kräftig gefärbt und wird "Krautbarsch" genannt; die
blasseren und weniger gezeichneten "Jagebarsche" bevorzugen das Freiwasser; der
"Tiefenbarsch" ist dunkler gefärbt als die anderen beiden. Es handelt sich nur
um Farbvarianten, nicht um Rassen. Der Schwarmfisch bildet mit zunehmendem Alter
immer kleinere Verbände oder Trupps. Kapitale sind meistens Einzelgänger.
Barsche halten sich sehr gern an Scharkanten und an den Flanken von
Unterwasserbergen (Barschberge) auf.
Angelmethoden
Im Prinzip alle Methoden. Barsche werden auf alle (kleinen) Kunstköder gefangen,
aber auch auf fast alle tierischen Köder an Grundangelmontagen. Legendäre Köder
sind der Spinner und der Tauwurm. Kleine Köderfische am System sind ebenfalls
sehr beliebt. Regional wird gern mit Zockern (Minipilker) und
Paternostermontagen (Hegene) gefischt. Seit einigen Jahren greifen immer mehr
Angler zum Twister. Beste Fangzeit: Spätsommer und Herbst.

Die Brasse (Abramis brama)
Durchschnittsgröße:30-50 cm, Höchstlänge bis 70 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,5-2,5 Kg, Höchstgewicht 6 Kg
Kennzeichen
Sehr hochrückig und stark abgeflacht, scheibenförmig (daher Spitznamen wie
Platte, Klodeckel). Sehr schleimig. Rüsselartig vorstülpbares Maul ohne Barteln.
Lange Afterflosse. Im Vergleich zur Güster deutlich kleinere Augen. Alle Flossen
sind grau (bei Güster sind die paarigen besonders am Ansatz rötlich). Färbung:
stumpf bleigrau (Name!). Große Brassen schimmern oft goldgelb.
Vorkommen
Nördlich der Alpen und der Pyrenäen in ganz Europa, fast bis zum Polarkreis. In
nährstoffreichen großen Seen, langsam fließenden Strömen bis ins Brackwasser der
Flußmündungen. Die Region der Flußunterläufe ist nach diesem typischen Fisch
Brassenregion, Brachsenregion benannt worden. Brassen bevorzugen Bodenregionen
mit weichem, schlammigem Grund. Sie treten meistens in Schwärmen auf. Die
Jungfische suchen in vegetationsreichen ufernahen Gebieten nach Nahrung. Die
großen Brassen halten sich in tieferen Bereichen auf, oft am Fuß von
Barschbergen und Scharkanten.
Angelmethoden
Alle Methoden des Grundangelns. Köder: Würmer, Maden, Mais, Teige, Kartoffeln,
Nudeln und andere. Wichtig ist beim Angeln auf Brassen das Anfüttern, um die
Fisch an einem Futterplatz zu konzentrieren und zu halten. Charakteristisch für
das Brassenangeln mit Posenmontagen sind die sogenannten Hebebisse, bei denen
die Pose vom Fisch angehoben wird, umfällt und dann erst unter Wasser gezogen
wird. Beste Angelzeit: Hochsommer bis Frühherbst.

Der Döbel (Aitel) (Leuciscus cephalus)
Durchschnittsgröße:30-40 cm, Höchstlänge bis 70 cm,
Durchschnittsgewicht: bis 1 Kg, Höchstgewicht 4 Kg
Kennzeichen
Langgestreckter, walzenförmiger Körper mit auffällig großem Kopf. Tief
gespaltenes, endständiges Maul. Die Kiefer tragen keine Zähne. Als Jungfisch
kann er mit dem Hasel verwechselt werden, später manchmal mit dem Aland.
Sicheres Unterscheidungsmerkmal: Beim Döbel ist der Rand der Afterflosse nach
außen gebogen, bei Hasel und Aland nach innen. Große Schuppen mit dunklem Saum,
der ein Netzmuster auf dem Fischkörper erzeugt. Färbung: Rücken graugrün,
Flanken silbrig mit goldenem Schimmer, Bauch weißlich. Bauchflossen und
Afterflosse rötlich.
Vorkommen
Nahezu in ganz Europa mit Ausnahme Nordskandinaviens. Vom Brackwasser der Ostsee
bis in Gebirgsgewässer in 1500 m Höhe. Bevorzugt Fließgewässer. Sind diese mit
Seen verbunden, ist der Döbel auch dort zu finden. Oft ziehen große
Jungfischschwärme am Ufer entlang. Mündungsbereiche von Bächen sind oft ein
Döbel-Paradies. Hauptwohngebiete des Döbels sind die Oberläufe der Flüsse von
der Barben- bis in die untere Forellenregion. Döbel sind als
Nahrungskonkurrenten der Salmoniden eine echte Gefahr für deren Bestände.
Außerdem dezimieren sie Forellen und Äschen, indem sie deren Nachwuchs
nachstellen. Kapitale Döbel sind Einzelgänger.
Angelmethoden
Flugangel mit Trockenfliege (AFTMA-Klasse 6); leichte bis mittlere Spinnangel
(0,30er Schnur) mit kleinen Spinnern, Blinkern und Wobblern; leichte bis
mittlere Posenangel (oder Wasserkugel-Montage) mit Wurm, Brot , Maden,
Heuschrecken, Käfern.

Der Hasel (Leuciscus leuciscus)
Durchschnittsgröße:20-25 cm, Höchstlänge bis 30-40 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,250 Kg, Höchstgewicht über 0,5 Kg
Kennzeichen
Spindelförmiger Körper, aber nicht drehrund wie Döbel, sondern an den Seiten
etwas abgeflacht. Wird oft mit Döbel verwechselt. Maulspalte ist aber kleiner
als beim Döbel, reicht nur bis unter die Nasenöffnungen. Afterflosse ist im
Gegensatz zum Döbel nach innen eingebuchtet. Färbung: silbriger Körper mit
bläulich schillerndem Rücken.
Vorkommen
In ganz Europa mit Ausnahme von Italien, Griechenland und Pyrenäenhalbinsel.
Gesellig lebender Fisch der Fließgewässer. Klare, sauerstoffreiche Bäche und
Flüsse der Äschen- und Barbenregion werden bevorzugt, aber auch in der
Bleiregion und in verbundenen Seen. Oft in Oberflächennähe.
Angelmethoden
Ultraleichte Posenangel. Köder: kleine Würmer, Maden, Insektenlarven und Brot.
Auch leichtes Flugangelgerät mit kleinen Trockenfliegen ist gut geeignet. Beste
Fangzeit: Juni bis November.

Der Hecht (Esox lucius)
Durchschnittsgröße:40-80 cm, Höchstlänge bis 150 cm,
Höchstgewicht: Kapitale können Gewichte über 22 Kg erreichen
Kennzeichen
Unverwechselbare, spezielle Körperform, die den Hecht als Sprinter unter den
Raubfischen ausweist - langgestreckter kompakter Rumpf mit im Profil spitzem
Kopf und sehr weit hinten sitzender Rücken- und Afterflosse. Diese beiden
Flossen bilden zusammen mit der Schwanzflosse ein sehr wirksames
"Antriebsaggregat", mit dem der Hecht aus dem Stand blitzartig beschleunigen
kann. Charakteristisch das entenschnabelförmige, oberständige Maul mit der sehr
tiefen, bis zum Auge reichenden Maulspalte und den langen Hundszähnen im
Unterkiefer. Oberkiefer, Gaumen, Zunge und Kiemenbögen tragen kurze Hechelzähne.
Der Körper ist völlig von Rundschuppen bedeckt. Hechte haben einen sehr kurzen
Darm. Färbung: stark von seiner Umgebung abhängig. Allgemein dominieren Grün-,
Braun- und Gelbtöne als Flecken- oder Streifenmuster. Fast schwarze Hechte
kommen in Moorgewässern vor, grasgrüne Varianten in klaren, hellen und
pflanzenreichen Revieren, und im Freiwasser jagende Maränenhechte wirken eher
silbergrau mit scharf gezeichnetem dunklem Muster.
Vorkommen
Nahezu auf der ganzen Nordhalbkugel. Einbürgerungsversuche in subtropischen und
tropischen Gebieten (Syrien, Marokko, Madagskar) und auf Neuseeland waren
erfolgreich. Vom Brackwasser der Ostsee bis in Bergseen in 1500 m Höhe. Er
bevorzugt flache, warme Seen mit klarem Wasser (Hecht-Schleien-See), ist aber
auch in langsam strömenden Flüssen mit Stillwasserbereichen anzutreffen. Je
trüber das Wasser ist, desto weniger eignet es sich als Lebensraum für den
Hecht. Die sehr standorttreuen Fische verteidigen ihre Reviere heftig gegen
Artgenossen.
Angelmethoden
Alle Spinnangelmethoden und -köder (Spinner, Blinker, Wobbler, Gummifisch,
großer Twister, diverse Oberflächenköder); Flugangel mit großen Muddlern und
Streamern; Schleppen mit künstlichen und natürlichen Ködern; Grundangel mit
toten Köderfisch-Montagen (Systeme!). Drillingshaken der Größen 1 bis 3 sind gut
geeignet. Beste Fangzeit: Oktober bis Dezember.

Der Huchen (Hucho hucho)
Durchschnittsgröße:80-100 cm, Höchstlänge bis 180 cm,
Durchschnittsgewicht: 5-10 Kg, Höchstgewicht bis 50 Kg
Kennzeichen
Besitzt von allen Salmoniden die langgestreckteste Körperform. Im Gegensatz zu
den Forellen fast drehrunder Körperquerschnitt. Sehr weite Maulspalte. Bildet
keinen Laichhaken aus.Kleine Flossen - Ausnahme: Die Fettflosse ist größer als
bei den anderen Salmoniden. Keine schwarzen Tupfen auf der Schwanzflosse. Rücken
bräunlich bis blaugrau, Flanken oft kupferfarben, Bauch weißlich. Kopf und
Körper schwarz gepunktet.
Vorkommen
Bei uns nur in Fließgewässern des Donaueinzugsgebietes. Der Donauhuchen wurde
jedoch erfolgreich in Frankreich, Spanien, Polen, Marokko und der Schweiz
eingebürgert. Er lebt in der unteren Äschen- und oberen Barbenregion und steht
dort in tiefen Kolken und Gumpen, unter ausgehöhlten Ufern, in tiefen Rinnen
oder hinter großen Steinen. Diese Standplätze werden heftig gegen Artgenossen
verteidigt. Durch Wasserverschmutzung, Gewässerausbau und andere Behinderungen
des Laichaufstiegs sind die Bestände stark zurückgegangen.
Angelmethoden
Häufigste Methode ist das Spinnfischen mit größeren Blinkern, Wobblern, toten
Köderfischen am System und sogar - toten Mäusen! Ein spezieller künstlicher
Huchenköder ist der sogenannte Huchenzopf - eine Nachbildung ineinander
verschlungener Neunaugen aus Leder- oder Gummistreifen oder anderem Material.
Nadelspitze Drillinge sind Voraussetzung. Beste Fangzeit: Januar.

Die Karausche (Carassius auratus)
Durchschnittsgröße:20-25 cm, Höchstlänge bis 40 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,25-0,5 Kg, Höchstgewicht bis 1,5 Kg
Kennzeichen
Hochrückig und seitlich abgeflacht. Keine Barteln. Lange, leicht nach außen
gebogene Rückenflosse - im Gegensatz zum eng verwandten und sehr ähnlichen
Giebel, dessen Rückenflosse nach innen gebuchtet ist. Grundfärbung: braun mit
Gelbtönen. An der Schwanzwurzel meist ein schwarzer Fleck. Alle bauchseitigen
Flossen rötlich bis rot.
Vorkommen
Ursprünglich vor allem Osteuropa. In Deutschland früher westlich des Rheins nur
vereinzelter Besatz, heute fast überall vertreten. In pflanzenreichen Weihern,
Seen und Altwassern, sowie in der Bleiregion der Flüsse. Aber selbst in
verkrauteten Tümpeln, verschlammten Gräben und sauren Moorseen fühlt sie sich
noch wohl. Im Winter graben sich Karauschen im Bodenschlamm ein und verfallen in
einen dem Winterschlaf ähnlichen Zustand. Dasselbe machen sie, wenn ihr Gewässer
kurzzeitig austrocknet.
Angelmethoden
Am besten leichte Posenangel knapp über Grund. Köder: Kartoffelstückchen,
Würmer, Maden. Karauschen sind beliebte Köderfische für die Raubfischangelei.
Beste Fangzeit: Juli bis September.

Der Karpfen (Cyprinus carpio)
Durchschnittsgröße:40-60 cm, Höchstlänge bis 100 cm,
Durchschnittsgewicht: 2-5 Kg, Höchstgewicht bis 25 Kg
Kennzeichen
Charakteristisch für den Karpfen ist das rüsselartig vorstülpbare Maul. Am
Oberkiefer besitzt es vier Barteln. Die Stammform - der echte Wildkarpfen - hat
einen gestreckten, seitlich kaum abgeflachten Körper und ist vollständig mit
großen Schuppen bedeckt. Die Zuchtformen sind hochrückig und wirken dadurch
abgeflachter. Karpfen besitzen eine auffällig lange Rückenflosse. Der große
Hartstrahl der Rückenflosse und der der Afterflosse haben kleine Zähne auf dem
hinteren Rand. Färbung: Rücken dunkel bis schwarz, Flanken bläulich, Bauch
goldgelb, Flossen grau. Es gibt vier Zuchtformen, die sich durch die Beschuppung
unterscheiden: Schuppenkarpfen - vollständig beschuppt, hochrückig. Nicht mit
dem Wildkarpfen zu verwechseln! Zeilkarpfen - entweder eine oder mehrere
vollständige Längsreihen mit Schuppen (entlang der Seitenlinie, vom Kopf entlang
der Rückenflosse bis zur Schwanzflosse, am Bauch). Spiegelkarpfen - unregelmäßig
über den Körper verteilte unterschiedlich große Spiegelschuppen. Schwanzstiel
oft völlig bedeckt. Nacktkarpfen, Lederkarpfen - nur vereinzelte oder gar keine
Schuppen.
Vorkommen
Aus seiner ursprünglichen Heimat Asien bereits vor über anderthalb Jahrtausenden
bis nach Mitteleuropa eingebürgert, wo er von Mönchen in Teichwirtschaften
gehalten und gezüchtet wurde. Heute in ganz Europa außer Nordskandinavien. Mit
Ausnahme der Antarktis auch auf allen anderen Kontinenten vertreten. In
Australien, Kanada und den USA wird er als "Fischunkraut" bekämpft, zum Teil
sogar mit Gift und Krankheitserregern. Der wärmeliebende Fisch bevorzugt flache
stehende oder langsam fließende Gewässer, weichgründigen Boden und reichen
Pflanzenwuchs. Er ist recht unempfindlich gegen Verunreinigungen des Gewässers
und verträgt Schwankungen im Sauerstoffgehalt und pH-Wert gut. Der scheue
Karpfen zieht sich tagsüber ins Tiefe zurück oder versteckt sich zwischen
Wasserpflanzen, unter überhängenden Uferböschungen und ähnlichen Deckungen. Mit
der Dämmerung wird er aktiv und geht auf Nahrungssuche.
Angelmethoden
Dem Karpfen wird mit allen Methoden der Grundangelei nachgestellt. Am
erfolgreichsten während der Dämmerungsstunden und nachts. Die gängigsten Köder
sind Brot, Kartoffeln, Mais, Würmer und Boilies (hartgekochte Teigkugeln).
Wichtig beim Weißfischangeln allgemein ist das Anfüttern. Dabei werden durch
Einwurf wohldosierter Futtermengen Fische an die Angelstelle gelockt und dort
gehalten. Beachte: Das Anfüttern kann durch gesetzliche Regelungen eingeschränkt
oder untersagt sein! Beste Fangzeit: Juli bis September.

Der Kaulbarsch (Gymnocephalus Cernua)
Durchschnittsgröße:15-20 cm, Höchstlänge bis 25 cm,
Durchschnittsgewicht: 50-100 g, Höchstgewicht bis 250 g
Kennzeichen
Gedrungener Körper mit dickem, plump wirkendem Kopf. Beide Rückenflossen sind
miteinander verbunden. Blasenförmige, flache Schleimgruben unter der Wangenhaut
des Kopfes, die vermutlich mit der Seitenlinie in Verbindung stehen.
Stachelstrahlen. Färbung: bräunlich bis olivgrün. Flanken sowie Rücken- und
Schwanzflosse mit dunklen Punkten bzw. Flecken.
Vorkommen
Ganz Mittel-, Ost- und Nordeuropa bis Sibirien. In Deutschland in nahezu allen
größeren Flüssen, bevorzugt in mündungsnahem Gebieten der großen Tieflandströme
(Kaulbarsch-Flunder-Region!) bis ins Brackwasser hinein. Auch in vielen Seen
Ost- und Norddeutschlands. Der tagaktive Kaulbarsch liebt die tieferen Stellen
und zieht in größeren Trupps umher. Im Winter zieht er sich in Altwässer,
größere Seen und Haffe zurück. Während dieser Wanderungen sind Massenfänge
möglich.
Angelmethoden
Obwohl von Kennern wegen des sehr schmackhaften Fleisches geschätzt, wird er
kaum gezielt beangelt, sondern meistens als Beifang auf Wurm- und Madenköder
gefangen. Beliebter Köderfisch auf Aal!

Der Lachs (Salmo salar)
Durchschnittsgröße:50-100 cm, Höchstlänge bis 150 cm,
Durchschnittsgewicht: 1,5-10 Kg, Höchstgewicht bis 40 Kg
Kennzeichen
Schlanker, geringere Hochrückigkeit, kleinerer Kopf und spitzeres Maul als die
Meerforelle. Schwanzflosse stärker ausgebuchtet, Schwanzstiel schlanker.
Maulspalte reicht bis unter die Augen. Während der Laichzeit bilden die Milchner
einen Laichhaken aus - das ein nach oben gebogener Fortsatz auf der
Unterkieferspitze. Färbung ist sehr unterschiedlich und kein sicheres
Erkennungsmerkmal. Im Süßwasser tragen die Junglachse das charakteristische
Jugendkleid der Salmoniden: acht bis zwölf dunkle Flecken auf den Körperflanken,
dazwischen einzelne rote Punkte. Ins Meer abwandernde Fische werden zum
silbrigen Blanklachs: Rücken graugrün, silbrige Flanken, schwarze Punkte am
Kopf, kreuzförmige Flecken am Körper. Das farbenfrohe Laichkleid besteht aus
einem rotbraunen Grundton und roten, orangenen und schwarzen Tupfen.
Vorkommen
Nordantlantik mit Nord- und Ostsee, die dort mündenden Flußsysteme Europas und
Nordamerikas. Es gibt auch in einigen großen Binnenseen Lachsbestände, die vor
langer Zeit von ihren Wanderwegen abgeschnitten wurden, zum Beispiel im
schwedischen Vänern-See, im russischen Ladoga-See und im ebenfalls in Rußland
liegenden Onega-See. Eine Spitzenleistung im Tierreich bringen die Lachse mit
ihrer Laichwanderung: Sie finden immer wieder ihren Geburtsort, auch über
Tausende von Kilometern. Im Meer orientieren sie sich am Magnetfeld der Erde, im
Küstenbereich finden sie ihren Fluß mit dem Geruchssinn. Legendär sind auch die
Sprungleistungen, mit denen sie Wasserfälle und Wehre überwinden.
Angelmethoden
Im Süßwasser werden Lachse mit allen Arten von Kunstködern gefangen, wobei das
Fliegenfischen als eleganteste und sportlichste Methode gilt. Im Meer wird das
Schleppangeln bevorzugt. Lachsangeln ist für deutsche Angler leider nur im
Ausland möglich. Skandinavien, Irland, Schottland und Nordamerika sind beliebte
Angelreiseziele.

Laube, Ukelei (Alburnus alburnus)
Durchschnittsgröße:10-15 cm, Höchstlänge bis 25 cm,
Kennzeichen
Langgestreckter, seitlich abgeflachter Körper. Rücken grün-blau bis grün-grau,
Seiten silbern. Oberständiges Maul. Ähnelt dem Hasel, die Schwanzflosse der
Laube ist jedoch länger. Männchen mit Laichausschlag.
Vorkommen
Die Laube oder Ukelei lebt als Schwarmfisch in der Oberflächenregion fast aller
stehenden und langsam fließenden Gewässern. Die Nahrung besteht hauptsächlich
aus Plankton, Insektenlarven und auf dem Wasser treibenden Insekten.
Angelmethoden
Sie wird mit kleinsten Wasserkugeln oder Floßangeln gefangen. Leichte Ruten,
feinste Schnüre und Haken der Größe 14 bis 18 finden Verwendungen. Als Köder
eignen sich Käse, Hanfkörner, Brot, Maden oder auch die künstliche Fliege. Im
Sommer beißen die Lauben an der Oberfläche, im Winter an tieferen Stellen. Guter
Köderfisch besonders für Rapfen.

Die Meerforelle (Salmo trutta)
Durchschnittsgröße:40-80 cm, Höchstlänge bis 100 cm,
Durchschnittsgewicht: 1-5 Kg, Höchstgewicht bis 10 Kg
Kennzeichen
Ähnelt sehr dem Lachs, wirkt jedoch etwas plumper. Der Kopf ist im Verhältnis
zum Körper größer, der Schwanzstiel dicker als beim Lachs. Hinterrand der
Schwanzflosse meist nicht eingebuchtet.
Vorkommen
Im Meer vorwiegend in Küstennähe. Von Juli bis November Aufstieg in die Flüsse
zum Laichen.
Angelmethoden
An Flüssen und von der Küste mit Spinnködern oder Streamern, auf dem Meer
Schleppangeln (Downriggern) mit Kunstködern. Naturköder gelten als unsportlich.
Beste Fangzeit: Juni und September in Binnengewässern, Oktober bis April im
Meer.

Die Nase (Chondrostoma nasus)
Durchschnittsgröße:25-40 cm, Höchstlänge bis 50 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,25-1 Kg, Höchstgewicht bis 1,5 Kg
Kennzeichen
Spindelförmiger, langgestreckter Körper der typischen Fische schnellfließender
Flußstrecken. Kegelförmige Schnauze (Name!) mit querstehender, unterständiger
Maulspalte. Scharfkantige, hornige Lippen. Keine Barteln. Messerförmige
Schlundzähne, sehr langer Darm, schwarzes Bauchfell.
Vorkommen
Nördlich der Alpen in ganz Mitteleuropa, besonders im Rhein- und Donaugebiet. In
der Äschen- und Barbenregion, manchmal auch in durchflossenen Seen, besonders im
Mündungsbereich. Gesellig lebender Bodenfisch kies- und sandgründiger,
schnellfließender Flachwasserstrecken. Wanderlustige Fische mit häufigem
Standortwechsel. Den Winter verbringen sie in dichten Schwärmen am Grund tiefer,
geschützter Flußstellen.
Angelmethoden
Alle feinen Grundangelmethoden (max. 0,20er Schnur). Köder: Maden, kleine
Würmer, Fadenalgen, Käse, Teig - direkt am oder dicht über Grund angeboten.
Beste Fangzeit: Oktober bis Dezember.

Die Plötze (Rotauge) Rutilus rutilus
Durchschnittsgröße:15-30 cm,
Durchschnittsgewicht: bis zu 0,50 Kg, Höchstgewicht bis 1,5 Kg
Kennzeichen
Einer der häufigsten Fische unserer Gewässer - trotzdem wird das Rotauge oft mit
anderen Arten verwechselt, vor allem mit der Rotfeder. Kreuzungen mit anderen
Weißfischen sind häufig, auch deshalb ist die genaue Bestimmung oft nicht
leicht. Es werden zwei Körperformen unterschieden: Die schnellwüchsige und daher
hochrückige Palmplötze und die schlanke, langsamwüchsige Spitzplötze. Das
wichtigste Merkmal gab dem Fisch seinen Namen - die rötlich gefärbte Iris (bei
der Rotfeder ist sie immer gelb!). Das kleine Maul ist endständig mit schräg
gestellter Maulspalte (Rotfeder immer oberständig). Bauch ist zwischen Bauch-
und Afterflosse rund (bei Rotfeder scharf gekielt). Ansatz der Rückenflosse
liegt genau über dem der Bauchflossen (bei Rotfeder gegeneinander versetzt).
Färbung: silbrig, mit rötlichen Ansätzen der grauen Brust-, Bauch- und
Afterflossen.
Vorkommen
Nördlich der Pyrenäen und der Alpen in ganz Europa, bis über den Polarkreis
hinaus. In 1700 Meter hohen Bergseen ebenso vertreten wie im Brackwasser von
Nord- und Ostsee. Gleich häufig in stehenden und fließenden Gewässern. Meidet
aber starke Strömungen. In Südeuropa zahlreiche sehr ähnliche Unterarten.
Rotaugen sind Schwarmfische. Sie bevorzugen ufernahe und pflanzenreiche
Bereiche, sind aber auch im Freiwasser größerer Seen anzutreffen.
Angelmethoden
Alle Grundangelmethoden, bevorzugt jedoch die Stippe. Köder: Maden,
Insektenlarven (Sprock!), kleine Würmer, aber auch Teige, Hanfsamen, einzelne
Maiskörner. Beste Angelzeit: Sommer bis Herbst.

Die Quappe (Rutte, Trüsche, Aalquappe, Aalrutte, Aalraupe) (Lota lota)
Durchschnittsgröße:30-50 cm, Höchstlänge bis 70 cm bei einen Gewicht bis zu 5 Kg
Kennzeichen
Einziger im Süßwasser lebender Vertreter der Dorschfamilie. Körper im vorderen
Bereich walzenförmig, weiter hinten an den Seiten stark abgeflacht. Flacher
froschähnlicher Kopf mit großer, leicht unterständiger Maulspalte und einem nach
vorn abstehenden Bartfaden am Kinn. Hechelzähne. Die beiden etwa 1 cm langen
Hautauswüchse vor den Nasenlöchern sind keine Barteln! Kehlständige
Bauchflossen. Zweigeteilte Rückenflosse (ohne Stachelstrahlen) reicht fast bis
an die konvexe Schwanzflosse. Sehr kleine Rundschuppen. Färbung: meist braun mit
dunkler Marmorierung. Sehr schmackhaftes Fleisch, besonders die große,
fettreiche Leber gilt als Delikatesse.
Vorkommen
Gesamte Nordhalbkugel. Nachtaktiver Bodenfisch in kühlen, tiefen und
hartgründigen Seen sowie sauerstoffreichen Fließgewässern. In Forellenbächen in
1200m Höhe ebenso wie im Brackwasser der Ostsee. Jungfische im Flachwasser der
Uferregionen, erwachsene Quappen bis in 200m Tiefe. Zählt bei uns zu stark
gefährdeten Arten.
Angelmethoden
Grundangel, meistens mit Bodenblei-Montage. Fast nur Nachtangeln erfolgreich.
Köder: Tauwürmer, Blutegel, tote Fische, Fischfetzen, rohes Fleisch, Innereien.
Beste Fangzeit: Winter.

Der Rapfen (Aspius aspius)
Durchschnittsgröße:40-60 cm, Höchstlänge bis 80 cm,
Durchschnittsgewicht: 2-4 Kg, Höchstgewicht bis 6-8 Kg
Kennzeichen
Auffälligstes Merkmal ist die für Cypriniden extrem tiefe Maulspalte, die bis
unter die Augen reicht. Das Maul ist stark oberständig. Langgestreckter,
spindelförmiger Körper. Jungfische werden gelegentlich mit dem Ukelei
verwechselt, aber es gibt außer der ungewöhnlich tiefen Maulspalte noch andere
klare Unterschiede: Rapfen haben gemessen ander Körpergröße kleiner Augen und
kleinere Schuppen. Färbung: Rücken dunkeloliv, Seiten silbrig. Paarige Flossen
und Afterflosse in der Regel rötlich.
Vorkommen
Östlich des Rheins und nördlich der Alpen ganz Mittel- und Osteuropa bis
Südskandinavien. Auch im Brackwasser. Bevorzugt Fließgewässer der Barbenregion,
fühlt sich aber auch in großen Seen wohl, besonders im Bereich von
Flußmündungen. In Flüssen steht er oft an den Strömungskanten und Kehrwassern
vor Buhnen und hinter Brückenpfeilern. Rapfen lassen sich auch in stehende
Gewässer einbürgern. Durch zunehmenden Verlust von Laichrevieren ist der Bestand
der Art gefährdet! In Seen ist der Rapfen ein Freiwasserfisch, der im Sommer
oberflächennah jagt und im Winter den Schwärmen seiner Beutefische ins Tiefe
folgt. In der Jugend gesellig, später Einzelgänger.
Angelmethoden
Spinnangel und Schleppangel mit Blinker, Spinner, Wobbler oder totem Ukelei am
System. Spezialisten schwören auf das rote Rapfenblei. Aber auch die Flugangel
ist - im Sommer - sehr erfolgreich, vor allem mit Streamern. Beste Fangzeit:
Juli bis August.

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
Durchschnittsgröße:30-50 cm, Höchstlänge bis 100 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,5-1,5 Kg, Höchstgewicht bis 10 Kg
Kennzeichen
Körperform ähnlich wie Bachforelle. Aber keine roten, sondern nur schwarze
Tupfen. In Regenbogenfarben schillernder Seitenstreifen (Name!). Schwanzflosse
immer gepunktet (im Gegensatz zur Bachforelle).
Vorkommen
Stammt aus Nordamerika und ist seit 1880 eingebürgert. Da sie Temperaturen bis
25°C verträgt, findet man sie auch außerhalb der Forellenregion in Flüssen und
Seen des Flachlandes, wo sie oft in Netzgehegen oder in Teichwirtschaften
gehalten wird. Gegenüber Gewässerverschmutzung und höheren Wassertemperaturen
ist sie wesentlich unempfindlicher als andere Forellenarten.
Angelmethoden
Flugangel, leichtes Spinngerät und Grundangel - Regenbogenforellen sind mit
allen in der Salmonidenfischerei verwendeten Ködern gleichermaßen gut zu fangen,
weil sie sehr gierig und wenig wählerisch sind. Beste Fangzeit: Mai/Juni und
August/September.

Die Rotfeder (Scardinius erythrrophtalmus)
Durchschnittsgröße:20-25 cm, Maximallänge bis 40 cm und 1 Kg
Kennzeichen
Dem Rotauge ähnlicher Körperbau, aber hochrückiger und seitlich abgeflachter.
Das Maul ist leicht oberständig (beim Rotauge endständig). Die Iris ist
goldgelb, nie rot. Der Bauch ist zwischen Bauchflossen und Afterflosse
kielförmig (beim Rotauge rund). Der Ansatz der Rückenflosse liegt hinter dem
Ansatz der Bauchflossen (beim Rotauge genau übereinander). Bis auf die meistens
weniger gefärbten Brustflossen sind alle Flossen intensiv orange bis rot
gefärbt, worauf auch der Name zurückgeführt wird (beim Rotauge sind die Flossen
grau, höchstens mit einem rötlichen Schimmer). Rotfedern haben auf den
Schlundknochen zwei Reihen von Schlundzähnen (Rotaugen nur eine Reihe). Färbung:
silbrig mit leichten Goldglanz.
Vorkommen
In stehenden und langsam fließenden Gewässern West-, Mittel- und Osteuropas, bis
ins Brackwasser der Ostsee und des Schwarzen Meeres. Bevorzugt in Seen, Weihern
und Teichen. Der Schwarmfisch hält sich meist in Ufernähe auf und liebt Bereiche
mit dichtem Pflanzenwuchs. Im Winter sammeln sich die Fische an tiefen Stellen
im See, in geschützten Buchten und in Altwassern.
Angelmethoden
Leichte Posenangel, leichte Fliegenrute. Wichtiger Futterfisch für Hecht und
Zander. Beste Angelzeit: Sommer bis Herbst.

Die Schleie (Tinca tinca)
Durchschnittsgröße:30-40 cm, Höchstlänge bis 70 cm,
Durchschnittsgewicht: 0,5-1,5 Kg, Höchstgewicht bis 6-8 Kg
Kennzeichen
Kräftiger, gedrungener Körper mit breitem Schwanzstiel. Schwanzflosse nicht
eingebuchtet. Sehr kleine Schuppen, die tief in der stark schleimigen Haut
sitzen. An der Oberlippe zwei Barteln. Ab dem zweiten Lebensjahr kann man die
Geschlechter daran unterscheiden, daß die Milchner deutlich größere Bauchflossen
haben. Außerdem ist der zweite Flossenstrahl der Bauchflossen bei ihnen stark
verdickt. Färbung: dunkelgrün, Seiten oft mit Messingglanz.
Vorkommen
In ganz Europa mit Ausnahme von Griechenland, Nordskandinavien und Island.
Stehende Gewässer werden bevorzugt, aber auch in langsam fließenden Strömen der
Bleiregion gelegentlich sogar im Brackwasser werden Schleien angetroffen. Ideal:
flache, warme Gewässer mit reichlichem Pflanzenwuchs und weichem Boden (siehe
auch Hecht-Schleien-See). Die lichtscheue Schleie steht am Tage im Kraut oder
anderen Verstecken und wird erst mit der Dämmerungs aktiv. Im Winter wühlt sie
sich oft in den Schlamm und verfällt in eine Art Kältestarre. Sie ist sehr
widerstandsfähig, verträgt niedrige Sauerstoff- und hohe pH-Werte.
Angelmethoden
Alle Grundangelmethoden, als Köder Würmer und Maden besonders zu Saisonbeginn,
später besser Kartoffeln, Brot, Mais, Teige. In Ufernähe während der
Dämmerungsstunden. Beste Fangzeit: die Sommermonate.

Der Wels, Waller (Silurus glanis)
Durchschnittsgröße:1-2 m, Höchstlänge bis 3 m, bei einem Gewicht bis zu 200 Kg
Kennzeichen
Der größte Süßwasserfisch Mitteleuropas. Unverwechselbare Körperform -
langgestreckter Rumpf, im vorderen Drittel der Bauchseite abgeplattet. Kräftiger
Kopf mit breitem, leicht oberständigem Maul, dessen Kiefer, Gaumen und
Pflugscharbein mit kleinen Hechelzähnen versehen sind. Auffällig die langen
Barteln. Zwei sehr lange am Oberkiefer, vier kürzere am Unterkiefer. Winzige
Rückenflosse, aber ungewöhnlich lange Afterflosse. Sehr kleine Augen.
Außerordentlich gutes Gehör wegen einer Verbindung zwischen Innenohr und der mit
dem Bauchfell fest verwachsenen Schwimmblase. Glatte, schuppenlose Haut, die
viel Schleim absondert und bei Verletzung einen Schreckstoff abgeben kann, der
Artgenossen warnt. Ein Viertel des Sauerstoffbedarfs kann über Hautatmung
aufgenommen werden. Färbung: dunkle Braun- und Grüntöne bis blauschwarz. Flanken
marmoriert, Bauch meist gelblich bis weißlich. Bei Welsen tritt relativ oft
Albinismus auf.
Vorkommen
Vor allem Mittel- und Osteuropa, aber auch Pyrenäenhalbinsel, Türkei und
Nordsyrien. Die wärmeliebende Fischart liebt große Seen und langsam fließende,
tiefe Flüsse mit weichem Grund. Gelegentlich dringt er bis ins Brackwasser vor.
Als typischer Bodenfisch versteckt er sich an tiefen Stellen hinter Steinen,
Wurzeln, Kolken und Höhlungen. Junge Welse schließen sich oft zu losen Gruppen
zusammen, alte Fische sind nachtaktive Einzelgänger. Bei ihren Beutezügen kommen
sie oft bis ins seichte Flachwasser.
Angelmethoden
Bevorzugt mit schwerer Posenmontage. Köder: Fisch, Würmer aller Art, Blutegel,
Maulwurfsgrillen, Hühnerdärme und andere Innereien. Auch schweres Spinnfischen
mit totem Köderfisch am System, Mausimitationen und anderen Kunstködern wird
immer beliebter. Ein spezielles Lockmittel ist das sogenannte Wallerholz, mit
dem der Angler Töne erzeugt, die den Freßgeräuschen des Wallers ähneln und
andere Welse anlocken. Beste Fangzeit: Hochsommer.

Der Zander (Stizostedion lucioperca)
Durchschnittsgröße:40-60 cm, Höchstlänge bis 120 cm, bei einem Gewicht bis zu 15
Kg
Kennzeichen
Langgestreckter, spindelförmiger Körper. Im spitzen, endständigen, tief
gespaltenen Maul Hechelzähne und auf den Kiefern Fangzähne (Hundszähne).
Kammschuppen, brustständige Bauchflossen, zwei getrennte Rückenflossen,
Stachelstrahlen in Rücken-, Bauch- und Afterflossen. Auffällig sind die großen,
scheinbar leuchtenden Augen, deren reflektierende Iris die Sehkraft verstärkt.
In Nordamerika heißt der Zander deshalb "Walleye" - auf deutsch "Glasauge".
Färbung: grünlich-grau, oft mit Bronzeschimmer. Jungzander haben dunkle
Querbinden am Rücken. Auf den Rückenflossen und der Schwanzflosse parallel
verlaufende dunkle Punktreihen.
Vorkommen
Durch Besatz ganz Ost-, Mittel-, West- und Nordeuropa. Ursprüngliche Heimat das
Gebiet östlich der Elbe bis Sibirien. Neuerdings erfolgreicher Besatz auch in
spanischen Stauseen. Der Zander liebt große sommertrübe Seen und Flußunterläufe
bis ins Brackwasser hinein. Hartgründiger Boden wird bevorzugt. Der Fisch hält
sich gern an Scharkanten und Unterwasserbergen auf. Gedeiht auch sehr gut in
stark abwasserbelasteten Seen. Der lichtscheue Zander hält sich tagsüber (in
klarerem Wasser) mehr im Tiefen auf und kommt erst mit der Dämmerung ins
flachere Wasser um zu jagen.
Angelmethoden
Spinnangel, Schlepp- und Grundangel. Köder: Twister und Gummifische, Wobbler,
kleine Köderfische am System und Fischfetzen. Beste Fangzeit: September/Oktober.